Landrat Dr. Tobias Windhorst und Bürgermeister Marco Harrer feiern im Innwerk des Aluminiumrecyclers einen Meilenstein: Mit der Inbetriebnahme des weiteren neuen Recyclingofens im Werk Töging hat der Geschäftsbereich Recycling Services von Speira eines der wichtigsten Investitionsprojekte der vergangenen Jahre planmäßig abgeschlossen. Insgesamt wurden jeweils zwei kippbare Drehtrommelöfen an den Standorten Töging und Grevenbroich errichtet und in Betrieb genommen. Die neuen Aggregate ersetzen ältere Anlagen und setzen bei Effizienz, technischem Fortschritt, Arbeitssicherheit und Umweltleistung neue Maßstäbe. In den Öfen wird Aluminium aus Schrotten und Krätzen recycelt, die aufgrund ihrer Verunreinigungen nur in diesem Ofentyp verarbeitet werden können.
„Unseren Beitrag zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft verstehen wir ganzheitlich. Deshalb schauen wir nicht nur auf die reinen, leicht zu recycelnden Schrotte, sondern auch auf die schwierigeren minderer Güte und Nebenprodukte. Überall, wo Aluminium drinsteckt, wollen wir auch das Maximum wieder herausholen, es hier zurück in unsere Kreisläufe bringen und vor dem Export in andere Weltregionen bewahren. Mit diesen neuen Recyclinganlagen können wir nun auch Kleinstmengen zurückgewinnen, die bislang aus unseren Stoffströmen verloren gingen“, sagt Einar Glomnes, Chef des deutsch-norwegischen Aluminiumunternehmens.
Dr. Tobias Windhorst, Landrat des Landkreises Altötting, erklärt: „Die Inbetriebnahme des neuen Recyclingofens ist ein starkes Signal für den Industriestandort Töging und den gesamten Landkreis Altötting. Speira zeigt mit dieser Investition, wie sich wirtschaftliche Stärke, technologische Innovation und Nachhaltigkeit erfolgreich verbinden lassen. Damit werden die Zukunftsfähigkeit des Standorts gestärkt und langfristig Arbeitsplätze in unserer Region gesichert.“
„Die Errichtung der neuen Öfen mit mehr Effizienz und höherer Arbeitssicherheit ist eine echte Zukunftsinvestition in unsere Stadt. Sowohl von der finanziellen Dimension, als auch im Hinblick auf Arbeitsplätze und Ressourcenschonung. Wir freuen uns für das großartige Bekenntnis zum Standort Töging“, ergänzt der Töginger Bürgermeister Marco Harrer.
Rund elf Millionen Euro hat Speira in die vier Öfen investiert. Dazu gehören Abzugshauben, thermische Nachverbrennung, Leitungsbau und sonstige Infrastruktur. Für die Beschäftigten wird die Arbeit an den neuen Aggregaten noch einfacher und sicherer: Die einzelnen Komponenten sind für die Instandhaltung leicht erreichbar und der Abguss der Schmelze kann bei geschlossenen Ofentüren erfolgen. Die vier neuen Öfen erfüllen die höchsten Umweltstandards für Neuanlagen, die neue Brennertechnologie erhöht die Produktivität, erzeugt weniger CO2 und ist „H2 ready“ – die Öfen können zukünftig also auch mit Wasserstoff betrieben werden.
In puncto Energieeffizienz sind die neuen Öfen eine dreifache Verbesserung. Erstens wegen des erhöhten Durchsatzes: Jede Tonne recycelten Aluminiums spart bis zu 95 Prozent der Energie, die es zur Erzeugung einer Tonne Primäraluminiums braucht. Zweitens wegen der modernen Brennertechnologie: Sie sorgt für eine optimale Energieausbeute aus dem eingesetzten Erdgas. Gleichzeitig werden die anhaftenden Verunreinigungen der lackierten oder weiter behandelten Schrotte als Brennwert im Schmelzprozess genutzt, und das Einsatzspektrum für gerade diese Güten wird in den neuen Öfen noch größer. Und drittens wegen des optimierten Ofendesigns: Durch den Abguss mit geschlossenen Ofentüren geht noch weniger Abwärme verloren.
Die Investition in die vier Öfen wurde im Juli 2024 beschlossen. Im Juni 2025 nahm der erste Ofen in Grevenbroich, im Oktober 2025 der erste Ofen in Töging, im Mai 2026 der zweite Ofen in Grevenbroich und jetzt der zweite Ofen in Töging die Produktion auf.