ASAAP - Entwicklung von nachhaltigen Aluminiumlegierungen durch adaptive Verarbeitung

Projektübersicht

Mit dem Projekt ASAAP – Advancing Sustainable Aluminium by Adaptive Processing treibt Speira gemeinsam mit kompetenten Industrie‑ und Forschungspartnern die Entwicklung hochwertiger Aluminiumgüten aus Schrotten voran. Im Fokus steht die industrielle Nutzung von Aluminium aus End-of-Life‑Schrotten für anspruchsvolle Blechformteile bei gleichbleibend hoher Produktqualität.
Durch adaptive, digital gesteuerte Prozessketten wird es ermöglicht, recyclingbedingte Schwankungen in der Legierungszusammensetzung gezielt auszugleichen. So leistet ASAAP einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von CO₂‑Emissionen, zum Ersatz von Primäraluminium und zur Stärkung einer resilienten europäischen Wertschöpfungskette.

 

Ziele und Innovationen

ASAAP setzt auf digitale Integration und modellbasierte Optimierung entlang der gesamten Prozesskette:

  • Reduktion des CO₂-Fußabdrucks durch Recyclinganteile in Aluminiumblechen für Batteriegehäuse und Leichtbaustrukturen.
  • Entwicklung adaptiver, digital unterstützter Prozessketten: Flexible Fertigungsprozesse, die Recyclingmaterialien optimal nutzen – ohne Einbußen in den Eigenschaften oder der Verarbeitbarkeit.
  • Nutzung digitaler Zwillinge, basierend auf schnellen physikalischen Simulationen, zur ganzheitlichen Prozess‑ und Materialoptimierung.
  • Bereitstellung belastbarer Nachhaltigkeitsdaten für Reporting und Produktentwicklung

 

Schwerpunkt von Speira: Recyclingorientierte Prozesskettenentwicklung und Validierung

Als erfahrener Industriepartner in der Aluminiumverarbeitung bringt Speira neben ihrer umfassenden Expertise in industriellen Fertigungsprozessen für Aluminiumhalbzeuge die folgenden Kernkompetenzen in ASAAP ein:

  • Physikalisch basierte integrierte Modelle zur Prozess- und Werkstoffsimulation beim walzen und Glühen
  • Strategische Aufweitung von Legierungsfenstern für recyclingintensive Aluminiumlegierungen
  • Enge Verzahnung von Werkstoffanalytik, Prozessentwicklung und Digitalisierung.
  • Überführung der Projektergebnisse in industrielle Produktionsketten.

 

Technologischer Kern

Mithilfe digitaler Tools verbindet ASAAP Prozesssimulationen, Materialmodelle und experimentelle Daten zu einer durchgängigen Entwicklungsplattform:

  • Durchgängiger digitaler Zwilling der Aluminium‑Prozesskette
  • Adaptive Prozessregelung mittels „Adaptive Circularity Monitor (ACM)“

Projektpartner

  • Speira - Industrielle Umsetzung und Skalierung der Prozesse
  • IBF RWTH Aachen University - Umformtechnik
  • LMW Uni Siegen - Werkstoffwissenschaft
  • Matplus - Digitalisierung und Optimierung der Gesamtprozesskette
  • MUBEA - Bauteilentwicklung und anwendungsspezifische Validierung

 

Förderung

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Land Nordrhein-Westfalen und Europäische Union

 

Dauer: 01.10.2025 — 30.09.2028